Volkmann Elektromaschinenbau, Groß Kreutz

Tilo Happich ist Diplom-Volkswirt, in Potsdam geboren und aufgewachsen. Nach seinem Studium war er fast 20 Jahre in Niedersachsen tätig – als kaufmännischer Leiter und Geschäftsführer in verschiedenen mittelständischen Unternehmen. Weil er mit seiner Familie zurück in die Heimat wollte, suchte er auch beruflich nach einer neuen Herausforderung. Gerade hat er mit Hilfe der Bürgschaftsbank sein zweites Unternehmen gekauft.


NEUSTART DURCH UNTERNEHMENSNACHFOLGE

Tilo Happich hatte schon 2011 eine erste eigene Firma für Dienstleistungen im medizinischen Bereich gegründet, die er 2015 erfolgreich verkaufte. „Dann gab es eine private Pause“, erzählt er, „mit Kind, Haus und Hund.“ Er zog zurück in die brandenburgische Heimat und wollte sich auch beruflich neu orientieren. „Unaufgeregt, etabliert und erfolgreich sollte sein neues Unternehmen sein“, erzählt Happich – danach hätte er gesucht. Die ASKANIA Mikroskop Technik Rathenow GmbH erfüllte all diese Kriterien. Das Unternehmen entwickelt, baut und vertreibt Individuallösungen für Mikroskope. 2017 hat Happich es mit Hilfe der Bürgschaftsbank übernommen und hat es inzwischen erfolgreich auf neuen Märkten positioniert.

Volkmann Elektromaschinenbau mit neuem Chef

Tilo Happich (Mitte) mit Fertigungsleiter Mike Schneider (re.) und einem Mitarbeiter

VOM MIKROSKOP ZUM ELEKTROMOTOR
„Jürgen Volkmann wollte ich eigentlich nur ein Mikroskop verkaufen“, erinnert sich Happich an seinen ersten Kontakt mit der Volkmann Elektromaschinenbau GmbH und deren Besitzer. Der sucht bereits seit einiger Zeit einen Nachfolger für sein Unternehmen, das Bauteile für mittlere und große Elektromotoren produziert, wartet und repariert. „Wir machen alles, was man im Elektromaschinenbau mit Metall machen kann“, erklärt Neubesitzer Tilo Happich. Die Kunden – bedeutende Hersteller von elektrischen Großmaschinen, Generatoren und Transformatoren – kommen aus allen Ecken der Welt: Von Brasilien und den USA über Russland und China bis nach Australien. Eine Spezialität des Unternehmens sind die eigens entwickelten und weltweit vertriebenen Widerstands- und Induktionslötanlagen.

„IMMER RUHIG GESCHLAFEN“
Volkmann und Happich kommen ins Gespräch. „Der Kaufpreis war nicht ohne“, erinnert sich Happich, „schon wegen der Betriebsgröße, dem Maschinenpark und der dazugehörigen Immobilien.“ Einiges Kopfzerbrechen habe ihm das bereitet. Auch die Banken hatten Fragen, etwa zu den Managementkapazitäten bei Happich. Doch weil Volkmann hier bereits gut vorgesorgt hatte, war das am Ende kein Problem. „Ich konnte während des gesamten Übernahmeprozesses immer ruhig schlafen“, erinnert sich Happich, „auch Dank der Bürgschaftsbank.“

Volkmann Elektromaschinenbau
Otto-Lilienthal-Straße 5
14542 Werder

Tel. 03327-573650

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