GaLaBau Feind, Lübben

Mit seiner Leidenschaft für Technik und große Maschinen sowie seiner zwölfjährigen Betriebszugehörigkeit war Norman Fruth der perfekte Nachfolger für Reinhardt Feind. Am 1. April 2021 hat er das Unternehmen GaLaBau Feind aus Lübben von dem Firmengründer übernommen und will es nun fit für die Zukunft machen. Die Bürgschaftsbank Brandenburg hat die Übernahme begleitet.

Spezialdienstleister

Wurzelschutzfräse im Einsatz

Mit klassischem Gartenbau habe sein Unternehmen wenig zu tun, räumt Norman Fruth ein. Vielmehr arbeiten er und sein 60-köpfiges Team als spezialisierter Dienstleister im Bereich Wurzelschutz, Renaturierung und Landschaftsbau. Auftraggeber ist in erster Linie die öffentliche Hand. „Wir kümmern uns um alles links und rechts der Straße“, fasst er die Kerntätigkeit von GaLaBau Feind kurz zusammen. Das umfasst etwa Grünstreifen mähen, Bankette – das sind die befestigten Bereiche neben der Fahrbahn – anlegen oder Radwege vor Wurzeldurchbrüchen schützen. Aber auch um Gewässerunterhaltung oder Moorrevitalisierungen kümmert sich GaLaBau Feind und gelegentlich um eine Baufeldfreimachung. Das prominenteste Projekt in diesem Bereich war die Vorbereitung der BER-Baustelle in Berlin, denn bevor die Baustellenfahrzeuge anrücken konnten, mussten Bäume, Sträucher, Gräser und Wurzeln sachgerecht entfernt werden.

Immer dabei: der Unimog

Ständiger Begleiter der Arbeiter ist der Unimog – das Universal-Motor-Gerät von Mercedes –, ein geländegängiger LKW, der je nach Bedarf mit Besen, Mähern, Schreddern oder Ähnlichem erweitert werden kann. „Wir sind die meiste Zeit in großen Maschinen unterwegs“, erzählt Fruth, der nach einer kaufmännischen Ausbildung und einem Wirtschaftsingenieurstudium 2009 zu GaLaBau Feind kam. Ab 2011 leitete er die Geschäfte. Zum Unternehmen gehört neben der Verwaltung auch eine eigene Werkstatt, in der Schlosser- und Schweißarbeiten ausgeführt werden. „Wir bauen uns unsere Geräte schon mal selbst zusammen“, sagt Fruth. So werde sichergestellt, dass sie genau den Anforderungen der geplanten Tätigkeit entsprechen.

Kind der Wendezeit

GaLaBau Feind wurde 1990 als Reinhardt Feind e.K. in der Nähe von Lübben gegründet – „aus dem Wohnzimmer heraus“, wie Fruth erzählt. Mit Baumschnittarbeiten und Gewässerunterhaltung hat kurz nach der Wende alles angefangen. Nach und nach kamen weitere Aufgabenbereiche dazu. 2011 erfolgte die Umbenennung in GaLaBau Feind GmbH. Heute ist das Bürgschaftsunternehmen in Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern aktiv und mit seiner patentierten Wurzelschutzfräse sogar deutschlandweit im Einsatz.

Einzigartiges Patent

Ein gängiges Problem an Straßen und Radwegen, die von Bäumen gesäumt werden, sind Wurzeldurchbrüche. Wenn Baumwurzeln unter die glatt asphaltierte Strecke gelangen, kann schnell eine Holperstrecke entstehen, die für Radfahrer durchaus gefährlich werden kann. Um das zu verhindern, werden an den Fahrbahnrändern Schutzfolien eingelassen. GaLaBau hat dafür ein Gerät entwickelt, das in einem Arbeitsgang neben der Fahrbahn einen Schlitz fräst, die Folie einsetzt und den Boden wieder verschließt. Dadurch können Zeitaufwand und Kosten deutlich reduziert werden.

Flexibilität bewahren

„Das ist eine unserer Stärken“, findet Fruth, „wir sehen, was am Markt gebraucht wird, und reagieren mit unserer speziellen Technik darauf.“ Ein Thema der Zukunft könnten z.B. Renaturierungsmaßnahmen an Mooren werden, die als starke CO2-Speicher wiederentdeckt wurden. „Wir können Wasserläufe verplomben und so Moore vernässen“, erklärt Fruth das Vorgehen. Als Unternehmer will er der Nachfrage weiterhin stets flexibel begegnen.

GaLaBau Feind GmbH
Mühlbergweg 2
15907 Lübben

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