Studie über gesamtwirtschaftlichen Nutzen von Bürgschaftsbanken

Die deutschen Bürgschaftsbanken sind gut für die nationale Wirtschaft – sogar in Krisenzeiten. Das belegt eine neue Studie der Universität Trier. Am Institut für Mittelstandsökonomie wurde für den Prognosezeitraum von 2009 bis 2015 in einem realistischen Szenario und in einem Minimum-Szenario errechnet, welchen gesamtwirtschaftlichen Nutzen die Bürgschaftsbanken haben . Für die Studie wurden 1.200 Unternehmen befragt. 


Bereits im Jahr 2006 wurde eine solche Untersuchung durchgeführt – mit einem überaus positiven Resultat. Nun stellte sich die Frage: K ouml;nnen diese Ergebnisse selbst in Krisenzeiten bestätigt werden? „Die Ergebnisse sind anders, aber noch besser“, sagt Dr. Milos Stefanovic, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Brandenburg. 

Immer mehr Erwerbstätige 

Aus dem realistischen Szenario geht hervor, dass sich das Bruttoinlandsprodukt jährlich um 3,4 Milliarden Euro erhöht. Ebenfalls wichtig für die deutsche Wirtschaft: Die Zahl der Erwerbstätigen nimmt zu, die Zahl der Arbeitslosen nimmt ab. Steuereinnahmen, wie Gütersteuern, Einkommen- und Vermögenssteuern steigen, die Sozialversicherungsbeiträge des Unternehmenssektors sinken. Das bewirkt wiederum, dass die Differenz von gesamtstaatlichen Einnahmen und Ausgaben jährlich um durchschnittlich rund eine Milliarde Euro steigt. Dr. Stefanovic ergänzt: „Das Bemerkenswerte: Dadurch, dass der Staat die Bürgschaftsbanken mit einer Rückbürgschaft unterstützt, nimmt er das Siebenfache ein.“ 

Jährlich 8.000 Kredite und Beteiligungen 

Die Bürgschaftsbanken sind wichtig für mittelständische Unternehmen und Existenzgründer. Jährlich werden in Deutschland etwa 8.000 Kredite und Beteiligungen vergeben. Die Bürgschaftsbank Brandenburg trägt viel dazu bei. Sie vergibt jährlich 350 bis 400 Kredite und Beteiligungen. Allein in jedem dritten Fall wird einem Existenzgründer oder Jungunternehmer durch eine Bürgschaft geholfen. 

Das hervorragende Resultat der Studie könnte  auch das Vorhaben voranbringen, den Höchstbetrag der gewährten Bürgschaften anzuheben. Im Zuge der Wirtschaftskrise verdoppelte der Staat den Höchstbetrag auf zwei Millionen Euro - jedoch nur bis Ende 2010. Dr. Stefanovic sagt: „Die Bürgschaftsbanken kämpfen darum, dass der Staat die Verdoppelung des Höchstbetrages von einer Million auf zwei Millionen Euro beibehält.“ 

(Quelle: FORUM)

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